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Zum Abschied leise Servus

(vom 12.11.2019)

Nach 45 Jahren bei der evd geht unser Kollege „Spitz“ in den wohlverdienten Ruhestand. Detlef Spitzenberg verabschiedet sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge.


Er ist eines der bekanntesten Gesichter der evd: Genau 45 Jahre, einen Monat und neun Tage war Detlef Spitzenberg bei der evd energieversorgung dormagen gmbh beschäftigt. Im Oktober 1974 kam der heute 63-Jährige nach seiner Ausbildung zum Gas- und Wasserinstallateur bei einem Dormagener Installationsunternehmen zur evd, die damals noch Stadtwerke Dormagen hieß und nur 18 Mitarbeiter hatte. Zunächst arbeitete „Spitz“, wie ihn Freunde und Kollegen nennen, als Monteur im Rohrnetz. Nach einer Weiterbildung zum Energieberater für Erdgas, wechselte er 1992 in den Netzvertrieb. Dort blieb er bis zum letzten Tag. „Meine Zeit als Monteur war enorm hilfreich. Ich habe das nötige Hintergrundwissen und Verständnis für die Technik der Anlagen bekommen“, sagt er. Seine Aufgabe war es, Kunden bei Neubau- oder Sanierungsmaßnahmen zu den Themen Heizung und umweltschonende Energieerzeugung zu beraten sowie den Hausanschlussprozess zu begleiten.

Bei jedem Meter Gasleitung war er dabei

Als eine der prägendsten Zeiten seines Berufslebens bezeichnet Spitzenberg die Erschließung von Dormagen mit Erdgas. Im Jahr 1980 wurde aus den Stadtwerken Dormagen die GWF (Gas/Wasser/Fernwärme). Die Stadtwerke haben bis dahin nur Wasser und Fernwärme vertrieben, mit Gründung der GWF kam dann noch Gas hinzu. Spitzenberg war bei der Erschließung von jedem Dormagener Ortsteil mit Gas dabei. „Ich habe den ersten Anschluss in Nievenheim noch selbst als Monteur verlegt. Über die Jahre hinweg sind immer mehr Stadtteile dazugekommen“, sagt er. Noch kurz vor seiner Rente, in die er Ende November startet, wird der letzte Ortsteil Broich mit Gas erschlossen. „Jetzt kann ich wirklich sagen, dass ich bei jedem Meter verlegter Gasleitung in Dormagen mit beteiligt war“, fügt Spitzenberg lachend hinzu. Im Jahr 1997 wurde die GWF in evd energieversorgung dormagen gmbh umfirmiert. Sie vertreibt seither auch Strom. Spitzenberg bildete sich zum Thema Solarförderung weiter, um die Kunden kompetent beraten zu können. Das Ergebnis: Ende der 1990er Jahre erhielt er den Umweltpreis der Stadt Dormagen.

Rückblick auf viele spannende Jahre

In mehr als 45 Berufsjahren erlebt man unglaublich viel, aber eine Geschichte ist ihm besonders in Erinnerung geblieben: „Die Baumaßnahme am Kreisarchiv auf der Schloßstraße in Zons. Dort wurden drei Skelette gefunden. Es waren ehemalige Geistliche des Klosters, die auf dem Friedhof beerdigt wurden. Bei unserer Baumaßnahme fand man sie beim Ausheben der Baugrube. Dann hieß es zuerst mal: Baustopp“, so Detlef Spitzenberg.

"Bis zum letzten Tag komme ich gern"

Auch an seinen ersten Tag bei den Stadtwerken erinnert er sich, als wäre es gestern gewesen: „Mein Kollege Willy Schoenen begrüßte mich mit den Worten: ‚Der Ausdruck geht nicht, gibt bei uns nicht. Ich bin Willy‘.“ Die beiden sind bis heute befreundet. Auch wenn Detlef Spitzenberg sich auf seinen Ruhestand freut, so ist er auch traurig und ergriffen. „Ich kann auf viele spannende Berufsjahre mit tollen Kollegen und eine Arbeit zurückblicken, die mir unheimlich Spaß gemacht hat. Bis zum letzten Tag komme ich gerne hier zur evd und es fällt mir schwer zu gehen.“

Nach Bayern in die Natur

Pläne für die Rente hat er bereits geschmiedet: Detlef Spitzenberg zieht mit seiner Frau Karin, mit der er seit 44 Jahren glücklich verheiratet ist, gemeinsam nach Bayern in die Berge. „Ich habe die meiste Zeit in Nievenheim gewohnt – für die Rente wünsche ich mir etwas mehr Ruhe und Abgeschiedenheit in der Natur“, sagt der 63-Jährige. Verständlicherweise, denn neben seinem Vollzeitjob bei der evd war Detlef Spitzenberg mehr als 27 Jahre im Vorstand der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Nievenheim-Ückerath 1573 e.V. ehrenamtlich engagiert. „Der ehemalige Geschäftsführer der evd, Rudolf Esser, hat mal über mich gesagt: ‚Es gibt nur drei Dinge für Spitz: erstens seine Frau, zweitens seine Bruderschaft und drittens die evd‘ – damit hatte er Recht“, lacht Spitzenberg.

In die Zukunft der evd und der Energiebranche blickt er positiv: „Die Energiewelt verändert sich. Technisch hat sich in den vergangenen Jahren viel getan und dieser Trend schreitet weiter voran. Die regenerative Energieerzeugung gewinnt zunehmend an Bedeutung und das ist auch gut so“, fasst Spitzenberg zusammen. Seine Aufgaben übernimmt künftig Thomas Bramers.

Detlef Spitzenberg (li.) übergibt an Nachfolger Thomas Bramers

Erinnerungen aus 45 Jahren

• In seiner Freizeit arbeitet Detlef Spitzenberg gerne im Garten. Zu seinen größten Hobbys zählt das Reisen – am liebsten verbringen er und seine Frau den Urlaub im sonnigen Florida. 

• Keiner ist bei der evd so oft umgezogen wie Detlef Spitzenberg: Fünf Mal hat er den Standort gewechselt. Seit 2002 hat die evd ihren Sitz an der Mathias-Giesen-Straße 13. „Im heutigen Verwaltungsgebäude der evd habe ich schon fast auf jeder Etage und in jedem Büro gesessen. Meine Schränke sind nie eingestaubt.“ 

• Bis heute hat er seinen alten Arbeitsvertrag von 1974, den er mit der Stadt Dormagen geschlossen hat. Darin ist ein lebenslanges Rückkehrrecht zur Stadt vereinbart.

• Seinen Vertrag haben seine Eltern mit unterschreiben müssen. Zwar war er bereits volljährig, jedoch mit 18 Jahren noch nicht geschäftsfähig. Dies wurde man damals erst mit 21 Jahren.

• Die Millenniumnacht verbrachte Spitzenberg gemeinsam mit einem Kollegen in der Gasstation Delrath. Da niemand wusste, ob die Maschinen und Anlagen den Jahrtausendsprung unfallfrei überstehen, mussten alle Anlagen bewacht und überprüft werden

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