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700 Masten geprüft

(vom 19.08.2020)

Für das nötige Glück klopft man sprichwörtlich auf Holz. Der Ursprung der Redewendung stammt aus der Seefahrt. Die Matrosen klopften am Mastfuß auf das Holz, um sich ein Bild über den Zustand des Schiffes zu machen. Die evd prüft auf gleiche Weise ihre Strommasten.

In Dormagen stehen rund 700 Freileitungsmasten. Sie dienen der Stromversorgung und führen die Freileitungen durch die Stadt. Im vergangenen Jahr überprüften Experten die Masten in Dormagen auf ihre Standfestigkeit. Mit einem Hammer wird an den Mast geklopft. „Ist etwas nicht in Ordnung, klingt es dumpf und der Hammer springt nicht sofort zurück – zum Beispiel, wenn das Holz morsch ist“, erklärt Jörg Wolters, Geschäftsführer der Heinz Kremer Mastenschutz GmbH & Co. KG. Die Mitarbeiter der Spezialfirma für Mastenschutz prüfen jährlich rund 80.000 Holzstrommasten in ganz Deutschland.

Grün, Gelb, Orange oder Rot

Zusätzlich werden an drei verschiedenen Stellen dünne Nadeln in den Mast gebohrt. Sie messen Vorschub und Drehmoment. „Anhand der Werte können wir auf die Qualität des Holzes schließen“, sagt Wolters. Eine dritte Technik, die bei der Überprüfung zum Einsatz kommt, ist die Entnahme von Spänen aus dem Inneren des Mastes. Holzmasten erhalten zwar eine hochwertige Grundimprägnierung. Allerdings sind sie über Jahrzehnte jeder Witterung ausgesetzt. Hinzu kommen natürliche Feinde. „Spechte hacken gerne Löcher in das Holz“, erklärt Wolters. Auch Blitzeinschläge oder Anfahrschäden müssen erkannt werden. Deshalb werden die Masten in regelmäßigen Abständen überprüft. Schließlich muss die Standsicherheit gewährleistet sein. Der Zustand jedes Masts wird in einer digitalen Karte notiert. Grün markierte Masten sind in Ordnung. Sollte einer beschädigt sein oder einen Mangel aufweisen, wird er gelb, orange oder rot markiert. Diese Werte werden dann an die evd übermittelt. „Wir entscheiden anhand der gelieferten Daten, ob der Mast repariert oder ausgetauscht werden muss“, erklärt Philipp Glasmacher, Teamleiter im Bereich Stromnetz bei der evd.

Bestimmte Freileitungen bleiben

Doch wenn die Holzmasten so anfällig sind, wieso werden die Leitungen nicht einfach unterirdisch verlegt? „Dort, wo es technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, demontieren wir Freileitungen und ersetzen diese durch erdverlegte Kabel“, sagt Glasmacher. Zwar sind die Anfälligkeit und der Wartungsaufwand bei Erdkabeln geringer, aber die Schadensbehebung oder Sanierung aufgrund von Tiefbauarbeiten teurer und aufwendiger. Deshalb werden auf absehbare Zeit nicht alle Holzstrommasten aus dem Dormagener Stadtbild verschwinden.

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