Notrufnummer 

Entstördienst für Strom, Erdgas,
Wasser & Wärme (24h):

02133 971-11

Anschrift 

Mathias-Giesen-Straße 13
41540 Dormagen
Verwaltung: 02133-971 0
Kundenforum: 02133-971 81

Öffnungszeiten 

Kundenforum 

Montag bis Mittwoch
von 09.00 bis 17.00 Uhr
Donnerstag
von 09.00 bis 18.00 Uhr
Freitag
von 08.00 bis 13.00 Uhr

Verwaltung 

Montag bis Donnerstag
von 07.00 bis 16.00 Uhr
Freitag
von 07.00 bis 13.00 Uhr

Kundenservice: 

vertrieb@evd-dormagen.de

Allgemeine Anfragen: 

info@evd-dormagen.de

Unternehmensgebäude

evd prüft neues Wasser-Tarifsystem

(vom 18.04.2019)

Immer mehr Wasserversorger stellen ihre Wasserpreise um. Auch die evd prüft die Einführung eines neuen Preissystems. Damit sollen die Wasserpreise verursachungsgerechter gestaltet und die Kostendeckung dauerhaft gesichert werden.

Dormagen. In Deutschland ist es für uns selbstverständlich, dass uns jeden Tag rund um die Uhr frisches Trinkwasser zur Verfügung steht. Die evd versorgt täglich knapp 65.000 Menschen in Dormagen mit Trinkwasser in Lebensmittelqualität, zu einem fairen Preis und das zu jeder Zeit. Hinter der hohen Qualität und ständigen Verfügbarkeit des Trinkwassers steckt viel Arbeit für den Betrieb des Wasserversorgungssystems wie zum Beispiel für die Bereitstellung, Modernisierung und Erweiterung des Trinkwassernetzes. Die Kosten für die Wasserversorgung sind u.a. aufgrund der hohen Qualitätsanforderungen zum größten Teil verbrauchsunabhängig. Mehr als 80% der Kosten für die Wasserversorgung sind fixe Kosten, die unabhängig von der verbrauchten Wassermenge anfallen.

Wasserverbrauch pro Kopf sinkt in Dormagen

Trotz wachsender Bevölkerungszahlen ist der Wasserverbrauch in Dormagen seit Jahren konstant. Durch wassersparende Geräte und bewussterem Verhalten sinkt der Pro-Kopf-Verbrauch des Trinkwassers stetig. Der Bevölkerungszuwachs in Dormagen bedeutet zudem, dass das Leitungsnetz der evd z.B. durch Erschließung von Neubaugebieten stetig erweitert werden muss. Die Kosten für die Instandhaltung des Netzes steigen, wohingegen die Einnahmen der evd aufgrund des sinkenden Pro-Kopf-Verbrauchs konstant bleiben. Auch wenn die Wasserabnahme im Sommer steigt, werden die Einnahmen der evd auf Dauer nicht mehr ausreichen, um die anstehenden Investitionen zur Instandhaltung und Modernisierung der Wasserversorgung zu finanzieren. Das ginge nur mit stark steigenden Wasserpreisen. Dem will die evd entgegensteuern.

Zählergröße als Bemessungsgrundlage für den Grundpreis

Der Preis für Trinkwasser in Dormagen richtet sich derzeit zum größten Teil nach der Menge des verbrauchten Trinkwassers. Viele Wasserversorger haben ihr Tarifsystem bereits umgestellt, da dieses Preissystem nicht die tatsächlichen Kosten der Wasserversorgung abbildet. Der Grundpreis richtet sich im aktuellen Tarifmodell nach der Zählergröße. Je mehr Menschen in einem Haus wohnen und sich einen Zähler teilen, desto weniger fixe Kosten trägt jeder Einzelne und dass, obwohl sie dieselbe Leistung in Anspruch nehmen, wie eine Familie z.B. in einem Zwei-Familienhaus. Denn egal ob ein Haushalt viel oder wenig Wasser verbraucht, die Infrastruktur die bereitgestellt werden muss, ist dieselbe. Dadurch entsteht eine Unausgewogenheit in der Kostenverteilung, wodurch beispielsweise kleinere Eigenheime schlechter gestellt werden. Das soll ein neues Tarifsystem verhindern. Mit dem Systempreis, der auf Wohneinheiten basiert, wird deutlich mehr Tariffairness und Verursachergerechtigkeit erzielt.

Untersuchung eines neuen Wasserpreissystems

Die evd prüft derzeit, ob sich das Wassertarifsystem so ändern lässt, dass jeder Nutzer des Trinkwassernetzes einen ähnlich hohen Anteil der Kosten trägt und Einzelne nicht stärker belastet werden als Andere. Zudem bildet das aktuelle Tarifsystem der evd die tatsächlichen Kosten der Wasserversorgung nicht ab. 70% der Einnahmen durch die Wasserversorgung erzielt die evd derzeit über die verbrauchte Wassermenge. Diese Einnahmen sind aber variable, da sich der Wasserverbrauch je nach Witterung verändert und vom Verbrauchsverhalten der Wasserkunden abhängt. Nur 30% der Einnahmen sind für die evd fixe, also planbare Einnahmen, die durch den Grundpreis abgebildet werden. Demgegenüber stehen 80% der fixen Kosten, die die evd für den Betrieb des Netzes hat. Es wird also nur ein geringer Teil der fixen Kosten die die evd trägt, durch planbare fixe Einnahmen abgedeckt. (siehe Grafik). Um diese Kostendeckungslücke zu reduzieren, prüft die evd ein neues Wasserpreissystem.

 

Ein mittlerweile bewährtes Preismodell, das diesen Anforderungen gerecht wird und von Landeskartellbehörde sowie dem Bund der Steuerzahler NRW gleichermaßen gutgeheißen wird, ist das Systempreismodell, das von dem Versorger RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft entwickelt worden ist. Unter anderem wird dieses System auch von der Kölner RheinEnergie, den Stadtwerken Krefeld, den Stadtwerken Neuss und den Stadtwerken Velbert genutzt. Statt dem Wasserzähler wird hier die Anzahl der Wohneinheiten als Bemessungsgrundlage für den Grundpreis verwendet. Doch bevor es Fakten gibt, muss erst einmal untersucht werden, ob das Tarifsystem auf das Versorgungsgebiet der evd anwendbar ist.

Selbstauskunft - eine wichtige Unterstützung

Die evd wird alle Hauseigentümer in Dormagen Anfang Mai anschreiben, denn wichtig für die Untersuchung der Umstellungsmöglichkeit ist die Anzahl der Wohneinheiten pro Gebäude. Diese Daten liegen dem Versorger nicht vor. „Wir werden alle Wasserkunden am 4. Mai 2019 anschreiben und um eine Selbstauskunft zur Anzahl der Wohneinheiten des von uns versorgten Gebäudes bitten“, erklärt evd-Geschäftsführer Klemens Diekmann den nächsten Schritt.

Alle Hauseigentümer werden in den nächsten Wochen ein Auskunftsblatt zur „Gebäudenutzung Trinkwasser“ erhalten. Portofrei kann der ausgefüllte Fragebogen dann an die evd zurückgesandt werden. Erst nach Vorliegen aller Daten können die Untersuchungen abgeschlossen und die Frage der Eignung des Tarifmodells beantwortet werden. Anhand der Rückmeldungen wird untersucht, inwieweit eine Umstellung zum 1.1.2020 erfolgen kann.

Für Fragen zu diesem Verfahren hält die evd eine Fragen- und Antwortenliste bereit. Zudem gibt der Kundenservice gerne Antworten auf Fragen der Kunden.

 

zurück