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Stadtverwaltung startet mit nachhaltigem Mobilitätskonzept

(vom 07.02.2020)

Im kommunalen Klimaschutzkonzept der Stadt Dormagen spielen Nachhaltigkeit und Umweltschutz eine wichtige Rolle. „Wir als Stadtverwaltung sehen uns als Initiator und Multiplikator für zukunftsfähige und nachhaltige Umwelt- und Klimaschutzprojekte in unserer Stadt“, sagt Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld. Gemeinsam mit den Stadttöchtern evd energieversorgung dormagen gmbh und der Stadtbad- und Verkehrsgesellschaft Dormagen mbH (SVGD), sowie dem erfahrenen Carsharing-Dienstleister cambio aus Köln, geht die Stadtverwaltung mit einem nachhaltigen Mobilitätskonzept an den Start, das aus drei Phasen besteht. Der Vertrag zwischen den Partnern und der Stadt Dormagen wurde Mitte Januar unterschrieben.

Dormagen. In der ersten Phase werden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Stadtkonzerns über ein Sharing-Angebot Fahrräder und Autos für dienstliche Fahrten zur Verfügung gestellt. „Zunächst ist das Angebot auf dienstliche Fahrten beschränkt. In der zweiten Phase wird das Angebot auf private Fahrten abends und am Wochenende ausgedehnt“, erklärt Lierenfeld. Sobald sich das Carsharing-Angebot etabliert hat, soll es dann auch von allen Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden können. Insgesamt 18 E-Autos stehen den Stadtmitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der ersten Phase zur Verfügung. Der Fokus der Carsharing-Flotte liegt auf umweltfreundlichen Elektroautos und Pedelecs. „Unser Ziel ist es, dienstliche Fahrten mit privaten PKW einzusparen, um die dienstliche Mobilität CO2 neutraler zu gestalten“, so Lierenfeld weiter.

cambio, der Fachpartner für Carsharing, stellt hierfür die Fahrzeuge zur Verfügung und kümmert sich um die Buchungen der Fahrten und die Abwicklung des Angebots, ist also Vertragspartner für die einzelnen Carsharing-Nutzer. Die evd übernimmt die umweltfreundliche Stromlieferung für die Elektroautos sowie die technischen Dienstleistungen wie z.B. die Wagenpflege der Fahrzeuge. „Für uns als lokaler Energieversorger ist es ein wichtiges  Anliegen, uns an nachhaltigen Konzepten in der Stadt zu beteiligen“, sagt Klemens Diekmann, Geschäftsführer der evd. Gemeinsam mit der SVGD und cambio hat sich die evd bei einer europaweiten Ausschreibung mit diesem Konzept durchgesetzt. „Darauf sind wir sehr stolz, denn dies bedeutet Wertschöpfung für unsere Stadt und zeigt, dass die regionalen Partner ein gutes Konzept geliefert haben“, so Diekmann weiter.

Der Geschäftsführer der stadteigenen Verkehrsgesellschaft, die auch den StadtBus Dormagen betreibt, sieht eine gute Ergänzung und Vereinbarkeit zu seinem Verkehrsangebot: „Mit Rabatten und attraktiven Angeboten, wollen wir die öffentliche und private Mobilität vereinen und so ein schlüssiges und nachhaltigeres Gesamtkonzept für Dormagen anbieten“, betont SVGD-Geschäftsführer Klaus Schmitz.

cambio ist mit über 129.000 Kunden und einer Flotte von mehr als 3.200 Fahrzeugen in 28 deutschen und 49 belgischen Städten einer der größten unabhängigen Carsharing-Anbieter und hat viel Erfahrung mit städtischen Mobilitätskonzepten: „45 Prozent aller cambio-Fahrten sind berufliche Fahrten. Mehr als 1.550 Unternehmen oder Behörden fahren aktuell mit cambio im Rheinland“, sagt Tanya Bullmann, Prokuristin bei cambio.

Zunächst wird es zwei Abhol- und Rückgabepunkte im Stadtgebiet geben. Im Parkhaus an der Nettergasse sind acht Parkplätze für die stadteigenen Carsharing-Autos vorgesehen. Weitere 14 Stellplätze sind am technischen Rathaus an der Mathias-Giesen-Str. 11 angesiedelt. Jeder Stellplatz ist mit einer Ladebox mit Typ2-Stecker ausgestattet.

Starten das e-Carsharing in Dormagen (v.l.): Klemens Diekmann (evd-Geschäftsführer), Erik Lierenfeld (Bürgermeister), Tanya Bullmann (Prokuristin cambio) und Klaus Schmitz (SVGD-Geschäftsführer).
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