Verwaltung

evd plant Solarpark in Broich: Bürgerversammlung am 13. Oktober

(vom 06.10.2016)

Auf der stillgelegten Deponie in Broich soll noch in diesem Jahr ein 6,6 Hektar großer Solarpark entstehen. Die Leistung der Anlage reicht aus, um rund 800 Haushalte mit Strom zu versorgen. In einer Bürgerversammlung am 13. Oktober stellen evd und Stadt das Projekt vor.

„Der Solarpark in Broich bietet die Chance, einen weiteren großen Schritt in Richtung um-weltfreundlicher Energieerzeugung vor Ort zu machen“, sagt evd-Geschäftsführer Klemens Diekmann. Das Sonnenkraftwerk auf dem künstlichen Hügel – dort ist Dormagen der Sonne tatsächlich am nächsten – soll eine Leistung von drei Megawattpeak haben. „Gegenüber der herkömmlichen Stromerzeugung wird die Umwelt dadurch um jährlich fast 2 000 Tonnen CO2 entlastet“, erklärt Diekmann.

Doch nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch rentiert sich das rund 2,4 Millionen Euro teure Vorhaben. „Die von der evd durchgeführte Wirtschaftlichkeitsberechnung belegt, dass der Solarpark sich trägt und weder das Unternehmen mit seinen Kunden noch die Stadt als 51-prozentiger Gesellschafter dadurch finanzielle Nachteile haben“, so Diekmann. Vor-aussetzung ist allerdings, dass der Solarpark noch in diesem Jahr gebaut wird, denn ab 2017 ändern sich die bisherigen Einspeisevergütungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz.

Um die Genehmigung der Anlage vorzubereiten, hat die evd bereits ein Statikgutachten und Umweltprüfungen mitsamt einem Artenschutzgutachten und einem landschaftspflegerischen Begleitplan erstellen lassen. Zusätzliche Stromtrassen müssen für die Anlage nicht errichtet werden. „Auch ein Blendgutachten liegt vor. Danach ist sichergestellt, dass Anwohner oder Autofahrer nicht durch Reflektionen von der Anlage beeinträchtigt werden“, erläutert Bürger-meister Erik Lierenfeld.

Die Stadt begrüßt das Projekt und hat es im Aufsichtsrat der evd mit angeschoben. „Wir können die Sonnenstromerzeugung in Dormagen damit auf einen Schlag um 28 Prozent steigern“, sagt Lierenfeld. Bisher existieren im Stadtgebiet rund 600 Photovoltaikanlagen, die zusammen etwa 9600 Megawattstunden Strom jährlich erzeugen. Der Solarpark soll rund 2700 Megawattstunden jährlich liefern. „Das ist ein deutlicher Sprung in unseren jetzt 20-jährigen Bemühungen, die erneuerbaren Energien vor Ort voranzubringen, und entspricht exakt den Zielsetzungen des städtischen Klimaschutzbeirats“, so Lierenfeld. Seit 1996 fördert die Stadt Dormagen als Partner im europäischen Klimaschutzbündnis die alternative Energieerzeugung.

Der Rhein-Kreis Neuss wurde als Untere Landschaftsbehörde und Eigentümer des Deponie-geländes in das Vorhaben einbezogen. Er hat bereits sein grundsätzliches Einverständnis erteilt. „Wenn eine ehemalige Deponie dem Klimaschutz dient, ist das eine sinnvolle Anschlussnutzung. Der Rhein-Kreis Neuss unterstützt daher gerne das Vorhaben der Stadt und der evd“, sagt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

Nachdem der Aufsichtsrat der evd in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für den Solarpark gegeben hat, geht es nun an die konkrete Umsetzung des Vorhabens.  Der erste Schritt dazu ist eine Bürgerversammlung am Donnerstag, 13. Oktober, um 19 Uhr im Gohrer Land-gasthaus am Kirchplatz 7. Hier können sich Anwohner über das Vorhaben informieren und ihre Fragen stellen. Anschließend werden sich auch der Hauptausschuss am 27. Oktober und Rat am 3. November mit dem Projekt befassen. Die notwendigen Ausgleichsflächen für den Solarpark will die evd vorrangig in Broich und Gohr schaffen. Dazu nimmt das Unternehmen auch gern Anregungen der Bürger auf. Vorbehaltlich der politischen Entscheidungen ist ebenfalls ein Namenswettbewerb für den Solarpark geplant.

Geht alles glatt, könnte bereits ab Januar der erste Sonnenstrom von der Broicher Höhe ins Netz fließen. Da die Anlage weniger Strom erzeugt als nach Dormagen derzeit importiert wird, erfolgt keine Rückspeisung ins vorgelagerte Hochspannungsnetz. „Das bedeutet, dass der im Solarpark Broich erzeugte Strom zu 100 Prozent hier in Dormagen bleibt – eine beträchtliche Wertschöpfung für unsere Stadt“, sagt Diekmann.

 

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Bürgermeister Erik Lierenfeld (v.l.) unterstützten das Vorhaben der evd
Ein vergleichbarer Solarpark steht in Westerwiehe (NRW)

NOTRUFNUMMER

Seit dem 1. Januar
eine Nummer für alles:

Entstördienst für Strom, Erdgas, 
Wasser & Wärme (24h):
02133 971-11


Schloss

SERVICE-CENTER

Das Online-Serviceangebot der evd mit einem Klick. mehr


Mediathek

MEDIATHEK

Sie kennen die evd persönlich, am Telefon, per Post und online - aber kennen Sie uns auch im Film?
Klicken Sie rein! mehr


News

News

Aktuelles von der evd und aus Dormagen in unseren News. mehr


Euro

Tarifrechner

Sparen Sie bares Geld mit unserem Tarifrechner! Einfach Daten eingeben und den günstigsten Preis für Strom und Erdgas finden. mehr


Elli

Elli Club

Das Angebot der evd für Kinder und Jugendliche. Tolle Aktionen und viel Wissenswertes rund um die Themen Energie und Umwelt für junge Dormagener. mehr


Wir für Dormagen

Wir für Dormagen

Günstige Tarife, persönlicher Service und eine zuverlässige Versorgung - die evd ist Ihr regionaler Partner in Sachen Energie. mehr