Verwaltung

Kreiswerke und evd rücken in der Wasserversorgung kostensparend zusammen

(vom 10.02.2016)

Bald nur noch ein Wasserwerk – Härtegrad bleibt gleich

Ab 2017 erhalten alle Dormagener ihr Trinkwasser aus den Brunnen der Kreiswerke im Mühlenbusch. Die evd legt ihr Wasserwerk am Tannenbusch still, um sich dort hohe Investitionen in einen Neubau zu ersparen. „Eine hervorragende Qualität des Trinkwassers wird bei dieser kostensenkenden Lösung ohne Änderungen im Härtegrad für alle Haushalte im Stadtgebiet gesichert“, betonten beide Unternehmen jetzt bei der Unterzeichnung der Kooperationsverträge. Während die Kreiswerke das lebenswichtige Nass aus dem Untergrund fördern und aufbereiten, übernimmt die evd den Vertrieb und ist künftig Ansprechpartner für alle Kunden. „Mehr als 40 Jahre nach der Kommunalen Neugliederung wächst unser Stadtgebiet damit auch in der Trinkwasserversorgung zusammen“, sagte Bürgermeister Erik Lierenfeld. „Wir stärken die Zusammenarbeit zum Wohle der Bürger“, erklärte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

Nachdem der Stadtrat bereits im Dezember seine Zustimmung erteilt hatte, wurde das umfangreiche Vertragswerk nun am Aschermittwoch gemeinsam von allen Beteiligten auf den Weg gebracht. Bisher versorgen die Kreiswerke ausschließlich die nördlichen Stadtteile mit Trinkwasser. Diese Regelung geht noch auf die Zeit vor 1975 zurück, als das ehemalige Amt Nievenheim und die Stadt Zons kein eigenes Wasserwerk errichtet hatten. Die evd hingegen ist historisch aus den 1921 gegründeten Amtswerken Dormagen hervorgegangen. Zu ihrem Versorgungsgebiet gehören Delhoven, Hackenbroich, Rheinfeld, Horrem und die Stadtmitte.

„Diese Trennung in den Netzen überwinden wir jetzt, weil das sowohl für die Unternehmen als auch die Kunden viele Vorteile bringt“, sagt evd-Geschäftsführer Klemens Diekmann. Anlass für die Neuorientierung: Die evd stand vor hohen Ausgaben in ihrem Wasserwerk Hackenbroich. Altersbedingt hätten das Gebäude und sein Innenleben für etwa 13 bis 15 Millionen Euro komplett erneuert werden müssen. „Unser Wasserwerk im Mühlenbusch bietet hingegen genügend Kapazitäten, um das gesamte Stadtgebiet mit der erforderlichen Menge von rund 3 Millionen Kubikmeter Trinkwasser jährlich zu versorgen“, erläutert der Geschäftsführer der Kreiswerke, Stefan Stelten.

So entstand die Idee zur Zusammenarbeit. Da die Konzessionsverträge der evd und der Kreiswerke mit der Stadt für die vorhandenen Wasserleitungen ohnehin auslaufen, wurde die Kooperation nun im Zuge der Neuregelung ab dem 1. Januar 2017 vereinbart. „Um die technischen Voraussetzungen für den Netz-Zusammenschluss zu schaffen, müssen wir zuvor gemeinsam eine fünf Kilometer lange Verbindungsleitung vom Mühlenbusch zu einem Hauptknotenpunkte der evd am Holzweg bauen“, sagt Stelten. Rund 4 Millionen Euro wird dies kosten.

Lösung ist auch für Kunden die wirtschaftlichste

Gegenüber den Investitionen in einen neues Wasserwerk und auch den dauerhaften Kosten für den Betrieb von zwei Fördereinrichtungen im Stadtgebiet ist diese Summe jedoch überschaubar. „Wir werden in Zukunft wohl nicht ganz um eine Erhöhung des Wasserpreises herumkommen, aber diese wird in jedem Fall deutlich geringer ausfallen als ohne die neue Kooperation“, sagt Diekmann. „Die jetzt gefundene Lösung ist wirtschaftlich auch für die Bürger die beste und stärkt zugleich die Kreisgemeinschaft“, sind sich Bürgermeister und Landrat einig.

Zusammen mit den Verträgen über das Trinkwassernetz hat die Stadt ebenso die Konzessionsverträge mit der evd für Strom und Erdgas für die Dauer von 20 Jahren verlängert. In einer bundesweiten Ausschreibung hatte sich nur das eigene Tochterunternehmen, das zu 51 Prozent der Kommune und zu 49 Prozent der RheinEnergie Köln gehört, darum beworben. „Für uns ist dies eine sehr wichtige Entscheidung, denn sie sichert die Existenz unseres Unternehmens mit seinen 80 Mitarbeitern“, erklärt evd-Geschäftsführer Diekmann. Insgesamt 3,1 Millionen Euro erhält die Stadt jährlich von der evd und den Kreiswerken dafür, dass sie die Flächen für die Leitungsnetze bereitstellt. Die Höhe der Konzessionsabgaben ist gesetzlich geregelt.

So lang sind die Leitungen im Stadtgebiet Dormagen

643 Kilometer ist das Stromnetz in Dormagen lang. Es zählt rund 15 900 Anschlüsse, die 2014 mit 139 Gigawattstunden Strom beliefert wurden. Das Erdgasnetz ist hingegen 176 Kilometer lang und hat rund 7400 Anschlüsse. Die Liefermenge betrug hier 173 Gigawattstunden. In der Wasserversorgung bringen es evd und Kreiswerke gemeinsam auf eine Netzlänge von rund 320 Kilometern und rund 15 000 Gebäudeanschlüsse im Stadtgebiet.

Unterzeichnung der Verträge zwischen der Stadt Dormagen, den Kreiswerken Grevenbroich und der evd

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