Notrufnummern

Entstördienst für Erdgas, Wasser und Wärme

02133 971-11

Entstördienst für Strom

01802 112244

evd-News

30.04.2012

evd bringt die E-Mobilität in Dormagen voran

mehr

EVD Kreis

evd-News

Klimafreundlicher Strom aus Roggendorf

(vom 08.06.2011)

Rhein Energie baut Biogasanlage am Randkanal

Bio liegt im Trend. Die Rhein Energie baut eine Biogasanlage, die mit Energiepflanzen betrieben wird. Partner sind 19 Landwirte aus der Region und die evd aus Dormagen.

DORMAGEN/KÖLN. Die Energiekonzern RheinEnergie hat am Mittwoch der Vorwoche den ersten Spatenstich für den Bau einer neuen Biogasanlage gesetzt. Die Inbetriebnahme der fünf Millionen Euro teuren Anlage am Randkanal in Roggendorf-Thenhoven ist für Dezember dieses Jahres, vorgesehen. Sie soll dann klimafreundlichen Strom und Wärme mit einer Leistung von jeweils 1.200 Kilowatt für bis zu 4.000 Haushalte in der Region erzeugen.

Partner des Projekts sind 19 Landwirte, die die nötigen Energiepflanzen anbauen werden. Die Energieversorgung Dormagen (evd) ist mit der Bereitstellung eines nah gelegenen Heizkraftwerks ebenfalls in das Projekt involviert. „Wir produzieren also aus der Region für die Region und leisten mit der Anlage einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz", sagte Uwe Schöneberg, Vertriebsvorstand der RheinEnergie. Die ortsansässigen Landwirte wollen auf 400 Hektar Ackerfläche rund 20.000 Tonnen Energiepflanzen jährlich produzieren. Vorwiegend wird Mais angebaut, der sich sehr gut in die schon bestehende Fruchtfolge auf den Feldern einpassen soll. Nach den stark gefallenen Rohstoffpreisen im Vorjahr bietet die Kultivierung der neuen Pflanzen den Bauern eine neue Einnahmequelle und dient der Betriebs- und Existenzsicherung. Um Monokulturen zu vermeiden, sollen im Wechsel auch andere pflanzliche Erzeugnisse zur Energiegewinnung herangezogen werden.

„Wir entwickeln momentan noch die ideale Fütterung für das System", sagte Thomas Saure, Projektleiter bei RheinEnergie. „Eine Biogasanlage arbeitet wie ein Kuhmagen", so Marcel Schonebeck von der Firma BioConstuct, die für den Bau der Anlage verantwortlich ist, über die Funktionsweise der Anlage. Um ökologische Nachhaltigkeit geht es auch Cornelie Wittsack-Junge (Grüne), Bezirksbürgermeisterin von Chorweiler. „Uns war es bei der Entscheidung zum Bau wichtig, dass kein Genmais angebaut wird und keine Monokulturen entstehen".

Ebenso wenig soll es zu einer Nutzungskonkurrenz zwischen dem Anbau von Energiepflanzen und Pflanzen zur Lebensmittelgewinnung kommen. Eine weitere Bedingung ist die Einbindung der örtlichen Landwirtschaftbetriebe, so dass der Anbau in einem Umkreis von acht bis zehn Kilometern stattfindet. „Die Anlage ist eine Nutzungsmöglichkeit für erneuerbare Energien", so Wittsack-Junge weiter. Die neue Anlage soll im Jahr umgerechnet rund 7.000 Tonnen Kohlendioxid vermeiden. Zudem arbeite sie CO2-neutral. Durch die Verbrennung von Biogas wird nur die Menge an CO2 freigesetzt, die die Pflanzen zuvor der Luft entzogen haben. Auch der Rest des Gärmaterials wird wieder verwendet. Er wird den Landwirten zur Düngung ihrer Anbauflächen zur Verfügung gestellt. (Quelle: Schaufenster)